Ausflug zum Hambacher Schloß

Pünktlich zum Ausflug verzogen sich die Regenwolken der vergangenen Tage. Nach dem Ausflug in den Odenwald im Vorjahr richtet sich der Blick in 2002 wieder gen Westen in die Pfalz, wo sich u.a. die Wiege der deutschen Demokratie befindet: das Hambacher Schloß.
Unser erstes Ziel war die dortige Dauerausstellung Ein Fest für die Freiheit, die - ausgehend vom Hambacher Fest 1832 - Stationen der Freiheit und Demokratie in Deutschland thematisiert und sich dabei auch des Mediums Computer bedient. Es werden die Lebensumstände der Menschen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts beleuchtet und die Ideen und Visionen dieser Aufbruchzeit vermittelt:
1830 gab die Julirevolution in Paris dem bürgerlichen Freiheitsgedanken einen neuen Impuls. Um die freiheitlichen Bestrebungen zu unterbinden, schränkte die bayerische Obrigkeit in der Pfalz die Rechte der Bürger, insbesondere die Pressefreiheit, immer mehr ein. Zensur und Druckverbote waren an der Tagesordnung. Liberale Bürger und Journalisten aus der Pfalz gründeten zur Abwehr dieser Presseverbote 1832 den "Deutschen Preß- und Vaterlandsverein", der in kürzester Zeit über 5.000 Mitglieder zählte. Am 27. Mai 1832 organisierte der deutsche Preßverein ein Volksfest - politische Versammlungen waren verboten - auf dem Hambacher Schloßberg. Dem Festaufruf folgten nahezu 30.000 Menschen. Die Farben Schwarz-Rot-Gold der mitgeführten Fahnen sollten später die Nationalfarben Deutschlands werden.
Durch den Kastanienwald ging es zu den Weinbergen. Da einige es den Einheimischen nachtaten und begannen, fleißig Eßkastanien zu sammeln, zog sich der Spaziergang hin. Belohnt wurden die Wanderer durch eine gute Pfälzer Küche in St. Martin.
 
Links:

Hambacher Schloß I Das Schloß aus der Nähe Treffpunkt Turm: Ehepaar Owada umrahmt von jap. Gästen
Hambacher Schloß II Das Schloß aus der Ferne Sammelpunkt: Herr und Frau Vester u.a.
Durch die Weinberge I Herr Braner-Owada und Herr Hampel Toshie Inose
Durch die Weinberge II Trauben Lagebesprechung am Eingang von St. Martin

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